Schattengewitter


Leben und Lieben in Zeiten der Depression.
Wie erlebt man Depression beim anderen Menschen.

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Gedicht SCHATTENGEWITTER

Lautlos! Wie die Schatten fliehender Rabenvögel.
Diese Stille. Urplötzliches Schweigen.
Das Zittern deines Mundes. Wie winzige Blitze.
Vorboten eines nahenden Unwetters.
Deine Lippen zeichnen einen schmalen Pinselstrich
unter den blaugrünen Tag.
Augen starren, Quellwolken gleich, auf nachtblinder Suche
in Richtung Uferlos.
Dringen durch die stickige Luft, nicht durch Tränen gereinigt,
die wieder nicht von der Seele fallen.
Jetzt, da das Schweigen zur Starre verstummt,
pumpt alltäglicher Anspruch Angst in die Herzkammern.
Geteilt in Hitze und Kälte unter die Haut.
Ungebetene Fremde drängt sich zwischen unsere Nähe.
Umarmung verkrampft zum Würgegriff,
fester noch schnürt jedes tröstende Wort.
Mit letzter Kraft schleppt sich das verwundete Du
in die schützenden Räume der Distanz.
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Von bohrwerk
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Eingetragen am 07.08.2008 - 17:13:41

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als letztes gesehen: 07.08.2008 - 17:13:53

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