Fernes Flehen


Den Schauplatz der Liebe und Lust wie ein Ritter zu passieren und doch nur als einfacher Troubadour die Chance gehabt zu haben, die Schloßdame zu überzeugen..

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Gedicht Wären die Bilder die einen beseel’n,
wie stumme Schilder auf kaltgrauen Stel’n,
fürderhin schlichtweg der Grund
ad hoc, daß man überhaupt ‘was fühlt,
würd‘ ich den Rahmen zerschlagen, nun dich
in meinen Armen empfangen und strich
uns‘re Gemächer knallbunt,
daß dein zarter Odem nicht verkühlt!


Wärst Du gedacht nur, ein bloßer Moment
- still, keine Wortspur, kein loser Akzent -
in der Erinnerung mir,
ich hätte noch Phantasie genug,
raubte als Dichter, die Sinne zu fang’n,
- tönender Lichter im Minnegesang -
dir der Entsagung Visier
und nähm‘ ihr den letzten Atemzug!


Stünde am Tore als Dein Troubadour,
Narr und Signore und spürte dann nur,
alles ist mir heiß vertraut,
so eigen wie Glut der Funkenflug.
Sehn‘ mich gleich weiland ganz nach deinem Halt,
und mit der Zeit bannen mich dergestalt
Düfte – den Gout deiner Haut
streift wieder ein tiefer Atemzug!


Zieht‘s mich als Fahrender zu fernem Ort,
dennoch bewahre ich mir immerfort
Bilder aus lebhafter Zeit:
Schauspiel und Tanz und Ambrosius.
Lakritzschwarzes Haar‘, ein Langkleid im Wind
ist mehr offenbar, dem mehr als gesinnt!
Wohlan, die Liebe - so weit -
grüßt als ein Hauch nun verlangender Kuß!
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Von Moritz Rabe
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Eingetragen am 27.10.2008 - 22:33:55

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